Lebens- und Trauerumwandlungsmodell von dem Emotionsforscher
Dr. Jorgos Canacakis.
Das tägliche Leben unterliegt dem Naturgesetz von Werden und Vergehen. Wir nehmen permanent Abschied nicht nur von geliebten Menschen und Tieren. Auch materieller Verlust, der Verlust von Gesundheit, von Jugendlichkeit und Schönheit, von dem, was nie mehr ist und nie Erfülltem bewegt uns emotional.
Die Trauer ist eine so geniale emotionale Fähigkeit, die leider heute oft falsch verstanden wird und schnell verwechselt wird mit Depressionen und kindlichem Jammern. Trauer ist ein Reifungsprozess, der zu Erwachsenenverhalten führt.
Trauer muss ausgedrückt, gesehen und gehört, verstanden und akzeptiert werden. Sonst richtet sie ihre Kraft gegen uns und äußert sich in körperlichen und seelischen Beschwerden.
Lebendige Trauer kann als Schutz vor Burn Out und Depression verstanden werden.
Das Weinen im stillen Kämmerlein vergrößert Angst und fördert Depressionen.
Die Grundemotion Trauer kann in Liebe, Verzweiflung, Wut, Triumph, Aggression und Freudentränen nebeneinander in Erscheinung treten. Die gesamte Bandbreite der Gefühle kann ihre Trauer ausdrücken.
In dieser Trauerbegleitung geht es um die Ordnung des Gefühls-Chaos, um eine Entwicklung der Trauerfähigkeit, um den gesunden Umgang mit Trauer, um die Hinwendung zum Leben, um die Anerkennung des universalen Gesetzes von WERDEN - SEIN - VERGEHEN.
Nebenwirkungen von "nicht trauern" sind Aufopferungsbereitschaft, Melancholie,
kindliches Jammern von Erwachsenen, Selbstmitleid, Hilflosigkeit, kindliche Bedürftigkeit, unfassbarer Weltschmerz, am Wasser gebaut zu haben und Depression.
„Wer nicht trauern darf, darf nicht fühlen – wer nicht fühlen darf, darf nicht lebendig sein!“
Jeder von uns hat schon getrauert.
Jede Veränderung und sei es auch nur der Fluss der Zeit, das Älterwerden, beeinflusst unsere innere Befindlichkeit. Ob wir es wollen oder nicht. Trauer ist eine natürliche und menschliche Emotion um Abschiede, Verluste und Veränderungen zu meistern. Wir reagieren, indem wir die Balance zwischen Anpassung und Verwurzelung, zwischen Neuem und Gewohntem suchen.
Trauer lebt im Alltag immer mit.
Die Fähigkeit zu trauern und Abschied nehmen zu können, ist ein wichtiger Teil unserer Selbst- und Lebenskompetenz. Doch diese Fähigkeit will gelernt, entwickelt und geübt werden, wie das Sprechen einer Sprache.
Was geschieht jedoch, wenn wir in unserer Trauer, seelischen oder körperlichen Schmerz, Chaos, Scham, Schuld, Angst, Lustlosigkeit, Erschöpfung, Leere oder Wut spüren? Wir fühlen uns oft allein gelassen und isoliert. Isoliert von unseren Mitmenschen und vom vertrauten Bild von uns selbst.
Im geschützten Rahmen begleite ich Sie, ihre Gefühle zu achten, diese zu beschreiben,
zu verstehen und angemessen auszudrücken. Damit ihre Trauer zu einer heilsamen Quelle der Versöhnung, zu neuer Energie und Lebensfreude wird.